Disneyland Park in Anaheim, CA

Nach den mehr naturverbundenen Zielen, können wir natürlich nicht die Vereinigten Staaten von Amerika verlassen ohne auch die Showseiten (neben Las Vegas) im Land der unendlichen Möglichkeiten mitzunehmen. Heute wollen wir Disneyland besuchen, Grund allen Entertainmentparkübels. Der erste Park von Walt Disney liegt in Anaheim, südlich von Los Angeles. Von San Diego aus fahren wir ca. 1,5 Stunden bis dahin, wo wir bereits ein Hotelzimmer reserviert haben, um müde am Abend nach dem Tag in Disneyland ins Bett zu fallen. Der Entertainment Park öffnet heute um 9:00 Uhr, also wollten wir um 7:00 Uhr in San Diego abfahren, um das Auto direkt am Hotel kostenfrei abzustellen und rechtzeitig im Park zu sein, um die erwarteten Warteschlangen für ein paar Stunden zu vermeiden. Wir kennen die morgendlichen Rushhours nicht im Umfeld Los Angeles und fahren erst einmal etwas verspätet drauflos.

 

Disneyland
Gestern Abend hatte Ingo schon einen Disney-Account angelegt; in der dazugehörigen App kann man Wartezeiten an den Fahrgeschäften und in den Karrussels erstellte Fotos einsehen. Wir versuchen zunächst, vor Ort ein Rabatt für die außerordentlich teuren Tickets zu erhalten. Gerade Disney macht sowas aber erst ab einer 2-Tageskarte, wie wir bei einem Discounter erfahren und auch der Southern California Pass ist erst rentabel, wenn wir noch mehr Tage  bleiben und auch Legoland und Seaworld machen würden. Naja, also müssen wir doch in den sauren Apfel beißen und an der Tageskasse den Normalpreis von knapp 100 USD pro Nase zahlen. Die Massen strömen bereits um 09.30 Uhr gen Eingang, es gibt Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, bevor wir zu den Kassen gelassen werden. Glücklicherweise kommen wir schnell an eine freie Kasse, bekommen die Karten und werden nochmal fotografiert für den Fall, dass wir den Park verlassen und nochmals zurück kehren möchten am selben Tag. Nach dieser Prozedur beantwortet Ingo noch ein paar Fragen einer Umfrage, bevor wir uns die Übersichtskarte ansehen und zum Tomorrowland gehen. Hier in Anaheim gibt es direkt gegenüber noch den neuen Disney California Adventureland Park, aber wir wollen uns die Urmutter ansehen, zumal hier auch Star Wars beheimatet ist.

Tomorrowland
Im Tomorrowland angekommen, machen wir gleich die ersten Erfahrungen mit 4D-Star-Wars-Tours und einem bewegten Raumschiff-Flug mit C3PO der Extraklasse und einem ToyStory-Blaster-Abenteuer mit Laserpistolen. Noch sind wir nicht mit dem FastPass vertraut, der uns Wartezeit ersparen soll. Während des Tages lernen wir ihn aber schnell lieben. Das ganze funktioniert so, dass man an den Attraktionen direkt mit seiner Eintrittskarte diese Fastpässe kostenlos ziehen kann, die dann zu einem bestimmten Zeitfenster berechtigen, in einer schnelleren Wartezeit zum Ride zu kommen. Das ganze geht auch online mit dem Disney-Account, kostet aber zusätzlich 10 USD pro Nase.

Disney hat das Warteschlangen-Management perfektioniert, man hat als Besucher immer das Gefühl, daß es weitergeht und kein Stillstand herrscht. Zu Beginn des Tages ist das Wetter kühl und bedeckt und wir bilden uns ein, dass deshalb nicht so viele Leute da sind. Aber im Laufe der Zeit werden es immer mehr Menschen. Interessant zu sehen, dass die Besucher hier sogar T-Shirts selbst gestalten zum „Family Vacation Day 2017“, Mäuseohren der verschiedensten Colour und Aufmachung oder Buttons mit „1st Visit“ zur Kennzeichnung tragen. Das Commitment für Disney ist groß und viele zeigen das auch nach Außen. Wir schlendern weiter und umkreisen das Gelände zunächst, vorbei an Alice im Wunderland, Toonsland, Frontierland, Adventureland mit Indiana Jones. Viele der Fahrgeschäfte lassen keinen Einblick in das, was da auf den Besucher zukommt. Das ist dann etwas unglücklich, wenn Ben das zu gruselig findet und auch die Lautstärke so eindringlich ist, dass sich Ben oftmals die Ohren zuhalten muß. Leider ist eine der Hauptattraktionen namens Space Mountain (Achterbahn im Dunkeln) heute geschlossen, aber der Splash Mountain (Achterbahn im Wasser) macht seinem Namen alle Ehre und macht uns sogar im Dunkeln nass.

Wir begegnen Star Wars Stormtroopers, Kaylo Ren, Boba Fett, vielen Jedi Padawanen, die ein Training absolvieren dürfen, aber auch Goofy, Mickey & Minnie Mouse oder Prinzen und Prinzessinen. Wir schauen auch eine Parade an, die viele Fantasy-Figuren aufbietet, manche, die wir gar nicht kennen, aber die Ben trotzdem gut gefällt.

Es gibt die Möglichkeit, eine personalisierte Handyhülle im Tomorrowland zu gestalten, Ben tut dies nach langer Überlegung und freut sich über ein Star Wars Andenken mit seinem Namen. Ingo und Nina überlegen, ein Han Solo bzw. Leia T-Shirt zu kaufen, allerdings kommt der Witz nur beim gleichzeitigen Tragen heraus und wir entscheiden uns doch für ein anderes, denn die Macht ist ja stark in unserer Familie ;-).

Sobald es Abend wird, gibt es natürlich auch blinkende Merchandising-Artikel an jeder Ecke. Der Park hat bis 22 Uhr geöffnet. Wir gehen um 21 Uhr über das Disney Downtown-Gelände zu Fuß zurück und sind 21.30 im Hotel, keiner kann sich zum Feuerwerk nochmal aufraffen, vor die Tür zu gehen, wir sind erschöpft. Laut Fitness App von Ingo sind wir aber auch 16 km gelaufen heute.

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