Sequoia Nationalpark, CA

Heute haben wir fast ein bißchen ausgeschlafen und sind erst um 8 Uhr aufgestanden. Charlie war auch noch nicht wach, er fängt seine Arbeit im Krankenhaus wohl auch normalerweise erst um ca. 09:15 Uhr an und geht vorher mit Freunden Fahrrad fahren, sowas von vorbildlich. Ingo und Ben schauen sich das Haus und den Pool an, der von Ben gleich als zu klein befunden wird. In Arizona fand er das Außenbad besser. Charlie macht uns etwas zum Frühstück und in seiner großen Küche kommt er etwas verloren rüber. Da er ohne Familie hier von Montag bis Donnerstag haust, ist es sicher lange her, dass er hier am Herd stand. Er erklärt uns, dass er eigentlich nur Kaffee zum Frühstück inhaliert und dann zur Arbeit geht. Bacon, Rührei, Orangensaft, Ziegenfrischkäse und Avocado sind eine gute Grundlage für den heutigen Tag. Ben möchte gerne heiße Schokolade haben, aber in dem Haushalt gibt es kein Kakaopulver; als Lösung präsentiert Charlie ein muskelförderndes Eiweismilchgetränk, was Ben natürlich gerne probieren will und beim ersten Schluck schon seine Arme stärker empfindet. Nach dem Frühstück wird die Garage noch besichtigt mit Mercedes  AMG C63S Edition 1, Alpha Romeo GT1600 Junior und Porsche Twin Turbo bzw. Landrover für den täglichen Gebrauch. Nina schüttelt nur den Kopf über so viel Spielzeug, aber Ben und Ingo zeigen sich beeindruckt und Charlie macht mit Ben eine Spritztour im Porsche. Beide kommen mit breitem Grinsen und lautem Motor zurück. Charlie geht mit seinem Blaumann als Arzt zur Arbeit, Ingo, Ben und Nina starten in Richtung Nationalpark Sequoia.

Sequoia Nationalpark
Von Anfang an stand Sequoia auf unserer Liste der Orte, die wir besuchen wollen, die mächtigen Bäume mit den mammutfußartigen Stämmen. Schon beim Eingang fällt auf, dass hier weit weniger Trubel herrscht, als noch am Tag zuvor im Yosemite Nationalpark. Relativ schnell bekommen wir die ersten Riesen zu Gesicht und staunen ob der Winzigkeit eines Menschen zu diesen mehrtausendjährigen Nadelpflanzen. Höher sind wohl nur die Redwoods, aber in der Breite sind die Sequoia weltweit ungeschlagen. Bald merken wir, daß es hier weit mehr gewundene Straßen gibt, die die Transferzeiten deutlich erhöhen. Nichtsdestotrotz halten wir bei dem größten im Wald gemessenen Baum. Die Tropfsteinhöhle Crystal Cave kann nur nach Voranmeldung besucht werden, so dass wir dies heute nicht machen können.

General Sherman Tree Trail
Etwas verwinkelt finden wir den Parkplatz und gehen zum General Sherman zu Fuß, nachdem ein Shuttlefahrer uns dies empfohlen hatte. Es ist im Vergleich zu unseren vorigen Hikes ein echter Spaziergang und wir gehen gemütlich mit etlichen anderen Leuten einen geteerten Weg hinunter. Hier kommen besonders behinderte Besucher in den Genuß, fast direkt neben dem Riesenbaum parken zu können, während die Unversehrten das Stück gehen müssen. Auf dem Weg gibt es etliche Hinweise zu den Dimensionen des Rekordgewächses, seiner Höhe (84m) und Umfang (31m). Dennoch rätseln wir lange, wo diese Monsterbaum den nun steht und warum man ihn nicht schon früh sehen kann. Dann aber kommt er ins Gesichtsfeld und auch die Massen der Menschen am Boden lassen keinen Zweifel, um welchen Baum es sich handelt. Unten angekommen müssen wir uns für ein Foto in einer Warteschlange einreihen, damit auch wir ein Abbild dieser Monströsität erhalten. Eine Gruppe von jungen Männern klettert über den Zaun auf verbotenes Gebiet, aber das beherzte und lautstarke Einschreiten einer Familie herrscht sie an, sofort zurück zu kommen, dies schädige den Baum. An anderen Stellen überschreiten die Besucher unverfroren die Zäune trotz Beschilderung, um ein schönes Foto mit Selfiestick direkt am Baum zu machen. Die Werte unserer Gesellschaft ganz in neuem Licht im Walt entdeckt….wir gehen noch durch einen Sequoia hindurch, der querliegt und aus dem ein Tor gefräst wurde. Dann warten wir auf den Shuttle zur Rückkehr zum Auto. Ein Park Ranger nimmt den Fall eines Mädchens auf, die kein englisch spricht und ihre Eltern verloren hat. Eine weitere Besucherin hilft als Übersetzerin, allerdings hat diese dann auch ihren Grund am Ende des Gesprächs verloren. Schöne neue Welt…

Big Tree Trail
Wir fahren mit dem Auto zum Big Tree Trail, einem Lehrplan zu den hochgewachsenen Bäumen. Wieder etwas suchen, dann finden wir den wirklich sehr schön gestalteten Weg zu etlichen Riesen in einem beschaulichen Wald mit vielen Zusatzinformationen. Da q8r heute noch die längste Strecke unseres USA-Aufenthaltes vor uns haben belassen wir es bei diesen Wegen und fahren gen Ausgang. Die Straße wird erneuert, so dass wir etwas Stau haben beim kurvenreichen Herausgegurke. Nina kommt leider nicht mehr in den Genuß, ein Souvenir mitzunehmen, weil keine Möglichkeit weit und breit dazu einlädt.

San Diego
Eine unendlich lange Fahrt durch gelbes Land, fruchtbare Täler, aber auch 6-spurige Stadtstraßen im Los Angeles Geflecht mit mehr oder weniger Rushhour lassen uns unterschiedliche Blicke auf die USA machen. Das Milch L.A. ist so groß, dass wir lieber bei Dunkelheit hier durchfahren und nichts essen. Kurz vor San Diego probieren wir dann doch Jack in the Box, ein weiteren Fast Ford Laden. Es ist spät (22:20 Uhr) als wir im Hotelzimmer ins Bett fallen.

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