Horseshoe Bend & Grand Canyon, AZ

Wir haben uns gestern Abend wieder auf die gleiche Abfahrtzeit wie am Vortag geeinigt, also 07:15. Ingo ist ziemlich früh wach und weckt Nina um halb sieben. Sein Tablet, auf dem er die Zeit abgelesen hat, war aber auf Utah Zeit, also eine Stunde vor der Arizona Zeit. Als Nina dann fertig ist, bemerkt er seinen Fehler und beichtet ihn der wenig begeisterten Nina. Die Zeit wird genutzt und der Koffer schon nahezu fertig gepackt.
Ben steht heute mit dem falschen Bein auf und ist ziemlich schlecht gelaunt. Das bessert sich kaum auf dem Weg zum Frühstück. Wir verlassen unsere Airbnb Bleibe und machen uns auf den Weg zu neuen Zielen. Heute haben wir den Horseshoe Bend und den Grand Canyon auf dem Programm. Aber erstmal lassen wir heute ein wenig Kontinuität in unser Leben und frühstücken wieder im Ranch House Grille.

Ranch House Grille
Tae-Ho entscheidet sich wie gestern Abend bei dem Mexikaner für einen Burrito. Nina und Ben entscheiden sich beide für das Breakfast Sandwich und Ingo probiert das Country Fried Steak with Eggs. Bens Laune bessert sich ein wenig während des Frühstücks. Gut gesättigt geht es dann zum Horseshoe Bend.

Horseshoe Bend
Der Horseshoe Bend liegt in der Nähe der Stadt Page. Nach TripAdvisor anscheinend die Nummer 1 Sehenswürdigkeit in dieser Gegend, auch auf einer Site mit den 20 schönsten Orten der Erde kommt der Pferdefuß vor.

Dort angekommen geht es einen Sandweg kurz bergauf und dann eine Weile bergab zum Horseshoe Bend. Wieder einmal ist es ein wunderschöner Anblick, der sich da auftut. Es ist schon Wahnsinn, was die Natur an wunderschönen Formationen produzieren kann. Der Horseshoe Bend ist ein Felsen, der von einem Fluss, erneut der alles beherrschende Colorado River, wie von einem Hufeisen eingerahmt wird. Das alles in einer Schlucht liegend, die man von oben einsehen kann.

Nachdem Ben ungeduldig wird, machen wir uns auf dem Weg zurück zum Auto. Der lange Abstieg ist jetzt ein langer Aufstieg, der ganz schön anstrengend wird in der morgendlichen Hitze. Mit einer kleinen Pause bewältigen wir diesen und machen uns mit dem Auto auf in Richtung Grand Canyon. Es wird eine 2,5 Stunden lange Fahrt entlang der 89 South werden.

 

Indianerschmuck
Nach kurzer Zeit kommen wir an einem Aussichtspunkt am Highway vorbei, an dem mehrere Stände mit Indianerschmuck aufgebaut sind und von alten indianischen Frauen Feil geboten werden. Tae will uns gerne etwas kaufen, aber keiner von uns dreien findet etwas Interessantes für sich. Also geht die Fahrt weiter.

Cameron Trading Post
Nach ca. 2 Stunden Fahrt gelangen wir nach Cameron. Ein kleiner Ort an dem die 89 die 64 kreuzt. Wir machen kurz Rast, um die Toiletten zu besuchen, Kaffee für Tae und sonstige Snacks oder Getränke zu besorgen. In der Cameron Trading Post ist natürlich auch ein Gift-Shop. Hier finden wir einige Mitbringsel für unsere Familie.

Grand Canyon South RIM
Nun geht es auf die 64 East Richtung Grand Canyon. Noch eine halbe Stunde bis zum Eingang am Desert View. Auf einen Teil der Strecke begleitet uns der Marble Canyon. Ein Side Canyon vom Grand Canyon, in dem der Little Colorado fließt.

Am Desert View angekommen, warnt uns Tae vor, daß viele Menschen beim Anblick  des Canyon von diesem Aussichtspunkt anfangen zu weinen vor Rührung. Da wir in den letzten Tagen so viele schöne Orte gesehen haben, fällt es uns schwer, zu glauben, dies sei zu toppen. Beim Anblick  des mächtigen Grabens wissen wir, warum die Panoramafunktion in Kameras existiert. Ein riesiges Plateau breitet sich vor uns aus und paßt nicht so recht auf ein Fotoformat, um die Größe zu dokumentieren. Solch ein Ort kann nur durch ein Besuch erfahren werden, da reichen Bilder nicht aus (das gilt im übrigen auch für die vorigen Tage und Lokationen). Ähnlich in der Malerei ist ein Foto nicht annähernd so schön wie das Original. Neben dem Panorama gibt es auch einen Wachturm, der am Rand bestiegen werden kann. Von dort ist man noch ein Stück höher und das Tal noch beeindruckender. Ben hat einen ganz anderen Fokus und versucht, die kreisenden Vögel im Grand Canyon mit der Kamera einzufangen. Auch wieder Klettern darf er, wobei Nina ganz mulmig wird bei dem Anblick und ihn immer um Vorsicht bittet.

Entgegen den Wünschen von Ben machen wir noch Stops am Navajo View Point und Moran Point. Hier sind wieder andere Farben und Formen im Canyon dominant. Dann geht’s weiter zum Grand Canyon Visitor Center. Hier bekommen alle Zielgruppen ihre Informationen: Wanderer (was ist auf den Trails zu beachten), Familien (Kinder können den Junior Ranger absolvieren), Camper, Gäste der unzähligen Lodges.

Wir steigen in das Blue Line Shuttle ein, um zum Grand Canyon Village zu fahren. Hier wollen wir etwas essen und weiter am RIM entlang gehen. Auf dem Weg zum Restaurant bekommt Ben noch ein Taschenmesser mit seinem Namen, das er schon in den vorigen Gift Shops liebgewonnen hatte, aber sein Name nicht verfügbar war.
In der Bright Angel Lodge essen wir dann und werden von Joe Montana bedient. Nina bestellt Spinat Wraps, Ingo Chili con Carne, Nen ein Kids Cheeseburger und Tae ein Rubins Sandwich. Als Nachtisch noch Cheesecake und dann kann es weiter gehen.
Wir gehen ins Lookout Studio und können hier sowohl auf einem Balkon, als auch Terrasse wieder wunderbare Einblicke in den Canyon bekommen. Ein beliebter Fotopunkt wird auch von uns genutzt, allerdings versagt der Akku bei Tae und wir müssen kurz die Kameras tauschen. Unglaublicherweise werden wir nicht gesteinigt für diese Verzögerung von den anderen wartenden Touristen.
Ben scheint am Limit zu sein und will zum nächsten Shuttle Bus, so dass wir den Rundgang nicht beenden können, weil er einfach bockig wegläuft.
Wir nehmen die Blue Line zurück, reden ein ernstes Wort mit Ben und kommen wieder am Visitor Center an. Hier schauen wir uns zum Abschluss noch den Film rund um den Grand Canyon und seiner Erkundung an, bevor wir zum Auto gehen. Eine 4-5 stündige Rückfahrt nach Phoenix zur Tante und Maria liegt vor uns.
Wir verlassen den Nationalpark über die 64 South am Südeingang und wechseln dann auf die 40 East Richtung Flagstaff. Bei Flagstaff geht es dann weiter auf der 17 South Richtung Phoenix. Komischerweise ist heute wenig Verkehr, obwohl wir in der Arbeitswoche am Ende der Rushhour unterwegs sind. Wir kommen zügig durch und entscheiden uns gegen ein Dinner bei KFC.
Wir kommen kurz vor Maria nach Hause. Ben kriegt noch ein Hot Dog, bevor es zu Bett geht. Er geht auch noch mit Tante auf Skorpionfang. Mit Taschenlampen, die ultraviolettes Licht strahlen, kann man Skorpione zum Leuchten bringen. Leider war heute kein Skorpion unterwegs.

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