Trip to Las Vegas, NV

Maria und Tante Young-Ja helfen uns die passenden Hilfsmittel für die mehrtägige  Rund-Reise dabei zu haben. Neben Früchten, Chips, Keksen als Snacks für das Auto bekommen wir auch Nackenstützen zum Schlafen, Sonnenhüte und -Cremes mit. Schuhe sind anscheinend ein besonderes Thema, da man in einem Nationalpark (Zion) durch kaltes Wasser stapfen muss. Ingo bekommt Spezial-Schuhe von Tae-Ho, Ben und Nina nehmen ihre Turnschuhe mit.

6 Stunden Fahrt liegt vor uns, von Arizona nach Nevada, wir werden sogar einen anderen US-Staat befahren heute.

Kingman Route 66
Vorbei an vielen der typischen Kakteen in Arizona (bekannt aus jedem Comic), die es nur hier gibt, an weiten Plateaus und Gebirgsketten fahren wir gen Norden. Bei der Stadt Kingman erinnert sich Nina an den Film Cars, in dem auch von der schwindenden Anzahl der Autos auf der Route 66 gesprochen wird. Mit Einführung der Highways wurden derlei Routen nicht mehr genutzt und die daran gelegenen Städtchen verkümmerten. An einem Kreuzweg zwischen Route 66 und Highway wird in der Kingston Town diesem historischen Moment Rechnung  getragen. Wir machen aber keinen Halt, sondern fahren weiter …

Hoover dam
Auf dem Weg nach Las Vegas fragt uns Tae-Ho, ob wir auch einen Abstecher zur Besichtigung des Hoover Staudammes machen wollen und wenn wir schon mal in der Nähe sind, machen wir das natürlich. Der erste Stop bietet eine tolle Aussicht auf das Gebiet  des Colorado Rivers, dessen Wasser der Hoover Dam staut. Der nächste Stop bietet einen Blick auf das beeindruckende Bauwerk, da wir direkt gegenüber auf einer Brücke stehen. Merkwürdigerweise sieht der Damm aber kleiner aus als gedacht von diesem Punkt. Ingo und Nina überlegen, in welchen Filmen diese Umgebung eine Rolle gespielt hat, aber bei James Bond und den Chevy Chases Griswolds sind wir dann doch unsicher. Ein weiterer Stop dann auf dem Staudamm selbst. Unglaublich wie viele Menschen sich hier hin verirrt haben, es ist voll und sehr heiß, aber die Windböen sind so stark, dass wir unsere Hüte gut festhalten müssen. Tae-Ho erzählt, dass immer wieder Kinder sterben, weil sie in den Autos gelassen werden und die Hitze sie umbringt. Das ist krass, aber hier steht tatsächlich ein Schild, dass darauf hinweist, Tiere und Kinder nicht im Auto zu lassen.
2 Uhren sind an 2 Türmen angebracht, da Nevada und Arizona durch den Hoover Dam getrennt werden und auch im Winter  unterschiedliche Zeiten ausweisen.
Tae-Ho läßt uns allein den Staudamm erkunden und will uns dann wieder einsammeln, damit wir nicht zurück laufen müssen. Es wird dann aber doch schwierig, sich wieder zu treffen. Dadurch lernen wir auch noch die 4. Etage des Parkhauses kennen, das direkt neben dem Staudamm eingemeißelt wurde.

Lake Mead
Zu guter Letzt auch noch der Blick auf den aufgestauten See Lake Mead, der ohne Hoover Dam nicht existieren würde. Lustigerweise erwartet man hier nicht einen Segelyachthafen und Motorboote auf dem See, weil wir uns irgendwo in einer bergigen Wüste befinden, aber der Blick auf den See läßt auf diverse Wassersportaktivitäten schließen.

Boulder City (McDonald)
Nach so vielen hitzigen schweißtreibenden Besichtigungen machen wir einen kurzen Halt bei einem typisch amerikanischen Restaurant. Ben muss sich an andere Saucen gewöhnen, aber die Chicken Nuggets sind bekannt und werden rasch weggemuffelt.

The SIGNATURE at MGM Grand
Von weitem ist die Silhouette von der Glitzer- und Glamourstadt schon zu sehen, alle bekannten Hotels wie Luxor oder Stratosphere Tower ist zu sehen. Nina ist etwas enttäuscht darüber, dass die Stadt doch nicht so glamourös aussieht am Tage und auch nicht gefühlt mitten in der Wüste liegt.
Wir sind im goldenen MGM Signature untergebracht und haben eine Suite. Vom Zimmer kann man direkt auf die Magnetbahn schauen. Auch der Swimmingpool ist direkt unten zu sehen. Ben wird verdonnert,  mindestens 1 Stunde zu schlafen, um am heutigen Abend nicht allzufrüh schlapp zu machen. Ben schlummert schon schnell ein und Nina nutzt die freie Stunde für  den zimmerinternen Whirlpool.
Etwas unsicher in Sachen Kleiderordnung machen wir uns fertig für das Abendessen mit anschließender Show des Cirque du Soleil: Michael Jackson – One.

Mandalay Bay (Bayside Buffet & MJ One Show)
In Amerika scheinen viele Abendessen  als Buffet angeboten zu werden. Wir essen im Hotel Mandalay Bay, damit der Weg zur Show ab 19 Uhr nicht allzu lang ist. Nina bekommt ein VIP-Bändchen, um alkoholische Getränke unlimitiert zu bekommen und löst das auch erstmal mit einem Glas Champagner ein. Essen ist teuer, aber nicht allzugut, muß wohl an der Location liegen. Direkt neben dem Buffet sieht man in den Schlund des Glücksspiels und auf die Automaten, Roulette-Tische, Poker oder BlackJack-Spiele, besonders beeindruckend ist eine riesige Wettwand, die einen Blick auf alle relevanten Quoten bietet. Ben staunt, bringt aber ein weises Statement indem er darauf hinweist, dass alles Abzocke sei.
Wir haben gar nicht so viel Zeit zum Herumschauen, da die MJ-Show gleich beginnt. Kurz vor dem Einlass gibt uns Tae-Ho 3 Karten für die ersten Reihen und meint er würde nicht mitkommen. Das erklärt auch, warum er eine kurze Bermuda anhat. Wir werfen aber auch ohne Probleme reingelassen, es scheint nicht wie in Europa in der Oper zuzugehen, denn viele Leute sehen aus, als gehen sie ins Kino. Popkorn und Cola gibt es tatsächlich im Foyer zu kaufen und etliche Fotografen wollen die Besucher zu einem Foto bringen, dass am Ende der Show für teuer Geld erworben werden kann.
Was wir nun sehen und hören haut einen im wahrsten Sinne vom Stuhl. Ben muß Oropax freiwillig in die Ohren stopfen, um dem Sound standzuhalten, der über uns hinwegfegt. Visuell unglaublich umgesetzt und trotzdem wunderbare Akrobatik lassen unsere Augen 1,5 Stunden leuchten, bevor der Zinnober vorüber ist. Wir sind alle drei begeistert. Ben stöbert noch im Merchandising Shop direkt neben dem Ausgang und entschließt sich dann doch gegen den Michael Jackson Hut.

The Sign
Das berühmte Zeichen von Las Vegas darf nicht fehlen, deshalb machen wir hier einen kurzen Fotostop und wundern uns auf dem Parkplatz (extra für das Las Vegas Zeichen), dass eine Dame im Glitzerkostüm mit einem Typen wohl eine Autopanne hat.

The Strip
wir fahren einmal den Strip auf und ab. Merkwürdigerweise kommt uns das alles wie in Hamburg auf der Reeperbahn vor, tagsüber grottig, abends große Lichter. In natürlich viel größerem Stil ist Las Vegas eben ein Mekka für Spiel- & Showsüchtige, aber für Nina ist kein Zauber da, nur Verdutztheit über diesen polarisieren Ort, der etwas abgefuckt daherkommt.

Bellagio Fountain
Wir schauen uns noch die Fontaine am Bellagio an und sind verwundert. Das Spektakel dauert nur 3 Minuten, keine Farben im Licht und die Superhitze der Nacht machen das Ganze weniger traumhaft als erwartet. Ein kurzer Abstecher ins Bellagio selbst offenbart viel Tüddelüt wie Blumenwerke oder Schokoladenbrunnen. Ben ist bereits totmüde als wir gegen 23 Uhr das Hotelzimmer wieder betreten.

Midnight Casino (Ingo)
Ingo fliegt nochmal aus und nutzt den Tunnel zum MGM Grand, um ein wenig Casino-Feeling zu ergründen. Einarmige Banditen machen ihrem Namen alle Ehre und luchsen Ingo 20 USD ab, nachdem er kurzweilig schon bei einem Plus von 96 USD war.

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